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Hand bürstet das Fell eines braunen Pferdes

Pferd scheuert sich die Mähne

Wenn sich ein Pferd immer wieder am Mähnenkamm scheuert, fällt das meist zuerst an dünner werdendem Haar, abgebrochenen Strähnen oder einer aufgerauten Kammlinie auf. Gelegentliches Kratzen an einem Pfosten oder Baum gehört zum normalen Verhalten. Wird es häufiger, intensiver oder konzentriert es sich auf bestimmte Stellen, lohnt ein genauer Blick auf mögliche Auslöser. Einige davon lassen sich mit Pflege und Ausrüstung beeinflussen, andere gehören in tierärztliche Hände. Dieser Ratgeber hilft beim Einordnen, stellt aber keine Diagnose. Passendes Werkzeug finden Sie in der Kategorie Putzzeug & Fellpflege.

Mögliche Auslöser

Für Scheuern an der Mähne kommen mehrere Faktoren infrage, oft wirken mehrere zusammen:

  • Insekten: Fliegen und Mücken reizen die Haut entlang des Mähnenkamms, besonders in der warmen Jahreszeit.
  • Sommerekzem: Starkes Scheuern an Mähnenkamm und Schweifansatz im Sommer kann auf ein Sommerekzem hindeuten, eine Überempfindlichkeit gegen Insektenstiche, vor allem von Gnitzen. Das ist eine Erkrankung und gehört zum Tierarzt. Hintergründe zum mechanischen Schutz im Ratgeber Fliegendecke vs. Fliegenmaske.
  • Parasiten und Hautpilz: Auch Haarlinge, Läuse, Milben oder Pilzinfektionen können Juckreiz verursachen – teils eher im Winter unter dichtem Fell. Ob so etwas dahintersteckt, kann nur der Tierarzt feststellen.
  • Schmutz, Schweiß und Schuppen: Unter einer dichten, selten gepflegten Mähne sammeln sich Staub und Schweiß, die die Haut reizen können.
  • Fellwechsel: Im Frühjahr und Herbst geht der natürliche Fellwechsel bei manchen Pferden mit vermehrtem Juckreiz einher.
  • Ausrüstung: Ein Genickstück, das reibt, oder das Halsteil einer Decke kann punktuell scheuern – vergleichbar mit den Druckstellen im Ratgeber Halfter drückt am Genick.
Kopf und Mähnenansatz eines braunen Pferdes mit Halfter an einem Weidezaun
KI-generiertes Symbolbild

Die Ursache eingrenzen

Bevor Sie neues Putzzeug kaufen oder die Ausrüstung wechseln, hilft eine ruhige Beobachtung über einige Tage. Scheuert Ihr Pferd vor allem in der warmen Jahreszeit, abends und an Mähne und Schweif zugleich, spricht das eher für Insekten und sollte auch an Sommerekzem denken lassen. Tritt das Scheuern unabhängig von der Jahreszeit auf und sind weitere Pferde im Stall betroffen, sind ansteckende Ursachen wie Parasiten oder Pilz möglich – dann ist der Tierarzt zeitnah gefragt. Reibt sich die Stelle direkt unter dem Genickstück von Halfter oder Trense ab, deutet das eher auf eine Passformfrage hin. Scheiteln Sie die Mähne dabei und sehen Sie sich die Haut darunter an: Schuppen, Rötungen, Krusten oder kleine Tierchen sind wichtige Hinweise für das Gespräch mit dem Tierarzt.

Wann Sie den Tierarzt rufen sollten

  • Kahle, nässende, blutige oder verkrustete Stellen
  • Starker, anhaltender Juckreiz oder Scheuern auch an Schweif, Bauch oder Kopf
  • Mehrere Pferde im Stall mit ähnlichen Symptomen
  • Keine Besserung, obwohl Putzzeug, Ausrüstung und Insektenschutz überprüft wurden

Schonende Mähnenpflege

Geeignetes, sauberes Putzzeug ist ein sinnvoller erster Schritt – auch wenn es keine Hauterkrankung behandelt. Bürsten mit weichen, abgerundeten Borsten oder Kämme mit weiten Zinken lösen Verfilzungen, ohne die Haut zusätzlich zu reizen. Arbeiten Sie sich bei Knoten von den Spitzen nach oben vor, statt von der Wurzel aus zu ziehen, und halten Sie die Strähne oberhalb des Knotens fest, damit kein Zug an der Haut entsteht. Ein ergonomischer Griff erleichtert es, mit wenig Druck zu arbeiten, was bei empfindlicher Haut angenehm ist.

Eine Hand bürstet mit einer Mähnenbürste die lange schwarze Mähne eines Pferdes
KI-generiertes Symbolbild

Regelmäßigkeit spielt ebenfalls eine Rolle: Wird die Mähne selten durchgekämmt, verfilzt sie eher, und Staub und Schweiß setzen sich fest. Eine kurze Pflegeroutine nach dem Reiten oder mehrmals pro Woche hält Mähne und Kammlinie in einem Zustand, der weniger Anlass zum Scheuern bietet. Nutzen Sie diese Routine, um die Haut unter der Mähne regelmäßig anzusehen.

Mähne waschen – ja oder nein?

Eine gelegentliche Wäsche kann Staub, Schweiß und Schuppen aus einer dichten Mähne lösen. Nutzen Sie lauwarmes Wasser und ein für Pferde geeignetes Shampoo, spülen Sie gründlich aus, damit keine Rückstände auf der Haut bleiben, und lassen Sie die Mähne danach gut trocknen. Übertreiben Sie es nicht: Häufiges Waschen kann die Haut zusätzlich beanspruchen. Bei bestehenden Hautveränderungen sprechen Sie vor dem Waschen mit dem Tierarzt, damit Sie eine Diagnose nicht erschweren oder die Haut weiter reizen.

Putzzeug sauber halten

Auch gutes Putzzeug hilft wenig, wenn es selbst verschmutzt ist. Klopfen Sie Bürsten nach jedem Putzen aus und waschen Sie sie in regelmäßigen Abständen mit lauwarmem Wasser. Lassen Sie sie vollständig trocknen, bevor Sie sie zurücklegen. Wer Putzzeug mit anderen Pferden teilt, sollte bedenken, dass gemeinsam genutztes Zubehör Hauterreger übertragen kann – ausführlich im Ratgeber Putzzeug verschmutzt – Pilzgefahr durch geteiltes Zubehör. Bei Verdacht auf eine ansteckende Hauterkrankung gilt ohnehin: eigenes Putzzeug für das betroffene Pferd und Rücksprache mit dem Tierarzt.

Scheuerstellen am Zaun und in der Box

Pferde scheuern sich gern an Pfosten, Boxenwänden oder Unterständen. Achten Sie darauf, dass dort keine Nägel, Schrauben oder splitternden Kanten herausstehen, an denen sich ein Pferd beim Kratzen verletzen oder Haare ausreißen kann. Frisch abgescheuerte Haare an einer bestimmten Stelle zeigen Ihnen außerdem, wo und wie oft gescheuert wird – ein nützlicher Hinweis für das Gespräch mit dem Tierarzt.

Insektenschutz und Ausrüstung prüfen

Steht Ihr Pferd im Sommer viele Stunden auf der Weide, kann eine Fliegendecke mit Halsteil den Mähnenkamm mechanisch abdecken; für den Kopf kommen Fliegenmaske oder Fliegenfransen infrage, siehe Fliegen am Auge des Pferdes. Kontrollieren Sie außerdem, ob Genickstück, Halsteile oder Stirnriemen genau an den Stellen aufliegen, an denen das Pferd scheuert. Ändern Sie möglichst nur eine Sache auf einmal, damit Sie erkennen, was geholfen hat.

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Weitere Modelle im Vergleich: Beste Putzzeug-Sets 2026.

Häufig gestellte Fragen

Ist Scheuern an der Mähne immer ein Zeichen für ein Problem?
Nicht zwingend – gelegentliches Kratzen an einem Pfosten gehört zum normalen Verhalten. Auffällig wird es, wenn das Scheuern häufig und intensiv ist, sich auf bestimmte Stellen konzentriert und dort Haare ausdünnen, die Haut gerötet, schuppig oder verkrustet wirkt.
Kann Sommerekzem hinter dem Scheuern stecken?
Das ist möglich, vor allem wenn sich ein Pferd in der warmen Jahreszeit stark an Mähnenkamm und Schweifansatz scheuert. Sommerekzem ist eine Erkrankung, die der Tierarzt feststellen und behandeln sollte. Mechanischer Insektenschutz kann ergänzend sinnvoll sein, ersetzt aber keine Behandlung.
Kann verschmutztes Putzzeug das Scheuern verstärken?
Angetrocknete Schmutzreste in den Borsten oder zu harte Bürsten können die Haut zusätzlich reizen. Sauberes, für Mähne und Schweif geeignetes Werkzeug ist daher ein sinnvoller erster Ansatzpunkt – aber keine Behandlung einer Hauterkrankung.

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Vorschaubilder: KI-generierte Symbolbilder